stich-tag

ein tosendes rauschen bin welle bin flut
bin trüb bin verlassen und surfe die wunden
verschlinge die freiheit bin träne bin wut
bin niemals bin immer dem leben entbunden

und falle ins rückwärts aus watte und schaum
dann liege ich brach in belanglosem zucken
vertrocke zum schatten im blickdichten traum
und bitte die leere mich nicht auszuspucken

verleugne das denken das sehen das fühlen
ich rinne wie sand in den nüchternen tag
wann wird er mich wieder ins irgendwo spülen
wohin der verstand mir nicht nachfolgen mag

dort ziehe ich spuren mit klammen konturen
und schwitze mich aus dieser desillusion
mäandere in überspannten strukturen
bin quelle bin strudel bin rinnsal bin strom

(MS · 04. Oktober 2025)